Primavolt Magazin

Neuer Preisschock durch Iran Krieg – Gaspreis aktuell +35 %

von | März 24, 2026

Der europäische Gaspreis aktuell erlebt erneut extreme Schwankungen. Im Zuge der Eskalation im Nahen Osten sind die Preise zeitweise um bis zu +35 % gestiegen. Dieser plötzliche Anstieg zeigt einmal mehr, wie empfindlich der europäische Energiemarkt auf geopolitische Krisen reagiert.

Mehrere Faktoren spielen dabei gleichzeitig eine Rolle. Unsicherheiten durch den Iran Krieg, mögliche Störungen wichtiger Transportwege und Probleme bei der Lieferung von Flüssiggas (LNG). Besonders wichtig ist dabei die Straße von Hormus, eine zentrale Route für den weltweiten Energiehandel. Wenn es dort zu Einschränkungen kommt, hat das direkte Folgen für den Gasmarkt.

Insgesamt zeigt die aktuelle Preisschock Situation: Der europäische Gasmarkt ist stark von globalen Ereignissen abhängig. Schon einzelne Konflikte oder Störungen können große Preisbewegungen auslösen und die Versorgung unsicherer machen.

USA Iran Krieg als zentraler Auslöser

Der wichtigste Treiber der aktuellen Preisexplosion auf dem Gasmarkt 2026 ist der eskalierende Konflikt rund um den Iran. Militärische Angriffe auf Infrastruktur haben massive Auswirkungen auf die globale Versorgung.

  • Angriffe auf iranische und katarische Anlagen
  • Neuer Schaden an wichtigen LNG-Exportterminals
  • Unsicherheit über zukünftige Liefermengen

Der Angriff auf das LNG-Zentrum Ras Laffan in Katar, eines der wichtigsten Exportzentren weltweit, hat die Produktion deutlich eingeschränkt. Und da Europa stark auf Gasimporte angewiesen ist, reagieren die Märkte sofort mit Preissprüngen.

LNG im Zentrum der Krise

Flüssiggas (LNG-Gas) spielt eine Schlüsselrolle für Europa – insbesondere seit der Abkehr von russischem Pipelinegas. Die EU will bis spätestens 2027 vollständig aussteigen und ist deshalb auf andere Quellen angewiesen. Doch genau dieser Markt ist aktuell massiv gestört:

  • Katar gehört zu den größten LNG-Exporteuren weltweit
  • Ausfälle in Produktion reduzieren das globale Angebot
  • Europa konkurriert mit Asien um verbleibende Lieferungen

Ein Großteil des globalen Handels läuft über den Persischen Golf. Fällt ein wichtiger Anbieter aus, entsteht sofort ein globaler Engpass. Experten sprechen bereits von „Panik am LNG-Markt“, da Angebot und Nachfrage kurzfristig kaum ausgeglichen werden können.

Die Straße von Hormus: Das Nadelöhr der Energieversorgung

Ein entscheidender Faktor für die Preisentwicklung in Deutschland ist die Lage an der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Transportwege der Welt. Sie liegt im Nahen Osten und verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und damit mit dem offenen Indischen Ozean.

Die Straße ist an ihrer schmalsten Stelle nur etwa 40 bis 60 Kilometer breit. Trotzdem wird ein großer Teil des weltweiten Öl- und Gasexports durch diese Meerenge transportiert. Kurz zusammengefasst:

  • Ein großer Teil von Öl- und LNG-Lieferungen passiert diese Meerenge
  • Der Iran hat den Schiffsverkehr zeitweise eingeschränkt oder bedroht
  • Tanker meiden die Route aus Sicherheitsgründen

Die Folgen sind dramatisch: Bereits die teilweise Blockade sorgt für erhebliche Versorgungsängste und treibt die Preise nach oben. Analysen zeigen, dass allein die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus die Gaspreise in Europa deutlich steigen lässt – in manchen Fällen sogar um bis zu 50–60 %.

Warum Europa besonders betroffen ist

Europa befindet sich derzeit in einer besonders sensiblen Lage, was die Energieversorgung angeht. Das Land ist stark von Gasimporten abhängig, und seit 2022 liegt der Schwerpunkt zunehmend auf Flüssiggas, da die russischen Lieferungen weggefallen sind. LNG ist dadurch zu einer zentralen Säule der Energieversorgung geworden – und genau dieser Markt ist aktuell instabil.

Die Krise wirkt sich nicht nur regional aus, sondern hat auch globale Folgen. Europa und Asien konkurrieren stärker um LNG, die Lieferketten werden unsicherer, und die steigenden Energiepreise treiben sowohl die Inflation als auch die Kosten für Unternehmen in die Höhe. Zusätzlich erschwert die Situation das Auffüllen der Gasspeicher in Europa vor dem nächsten Winter. Experten warnen, dass es langfristig zu Engpässen kommen könnte.

Ausblick: Bleiben die Preise hoch?

Die weitere Entwicklung vom Gaspreis aktuell hängt von geopolitischen Faktoren abhängt. Sollte sich der Konflikt im Iran entspannen, könnten die Preise wieder sinken. Anhaltende Angriffe oder Blockaden könnten jedoch neue Preisschübe auslösen, und dauerhafte Schäden an der LNG-Infrastruktur würden das Preisniveau langfristig nach oben treiben.

Der Anstieg der Gaspreise um bis zu 35 % ist dabei kein isoliertes Ereignis, sondern das Ergebnis mehrerer zusammenwirkender Faktoren. Der USA Iran Krieg destabilisiert zentrale Infrastrukturen, der LNG-Markt steht unter massivem Druck, und die Straße von Hormus gilt als geopolitisches Risiko. Insgesamt zeigt dies, dass Energiepreise heute weniger von Angebot und Nachfrage bestimmt werden, sondern von globaler politischer Stabilität abhängen. Der europäische Gasmarkt bleibt volatil gegenüber internationalen Krisen, was sowohl Verbraucher als auch Unternehmen vor große Herausforderungen stellt.

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