Ein langsames Internet kann schnell zur Geduldsprobe werden – sei es beim Streamen, Arbeiten im Homeoffice oder beim Online-Gaming. Ein DSL Speedtest hilft dabei, die tatsächliche Geschwindigkeit Ihres Internetanschlusses zu überprüfen und mögliche Probleme zu erkennen.
Doch wie funktioniert ein solcher Test eigentlich, was sagen die Werte aus und wie erhalten Sie möglichst genaue Ergebnisse? In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige rund um das Thema Speedtest DSL – so misst man Internetgeschwindigkeit.
Ganz einfach erklärt: Was ist ein DSL Speedtest?
Ein DSL Speedtest ist im Grunde ein kurzer Praxistest für Ihre Internetverbindung. Er zeigt Ihnen, wie schnell Ihr Internet wirklich ist – also nicht nur, was im Vertrag steht, sondern was tatsächlich bei Ihnen zu Hause ankommt.
Wenn Sie einen Speedtest starten, verbindet sich Ihr Computer, Smartphone oder Tablet mit einem speziellen Testserver im Internet. Dieser Server sendet innerhalb weniger Sekunden Daten an Ihr Gerät und empfängt gleichzeitig Daten von Ihnen zurück. Dabei wird genau gemessen, wie lange diese Datenübertragung dauert und wie viel Datenmenge in dieser Zeit bewegt werden kann. Aus diesen Informationen wird berechnet, wie schnell Ihre Internetverbindung aktuell ist.
In Deutschland können Sie zum Beispiel das offizielle Messtool der Bundesnetzagentur (Breitbandmessung) nutzen. Dieses Tool ist besonders hilfreich, wenn Sie die Messergebnisse später als Nachweis gegenüber Ihrem Anbieter verwenden möchten.
Download, Upload und Ping – Was bedeuten die Werte?
Ein Speedtest zeigt normalerweise 3 wichtige Werte an:
- Die Downloadgeschwindigkeit gibt an, wie schnell Daten aus dem Internet auf Ihr Gerät geladen werden. Das ist zum Beispiel wichtig beim Streamen von Filmen, beim Laden von Webseiten oder beim Herunterladen von Dateien. Je höher der Wert, desto schneller werden Inhalte aufgebaut.
- Die Uploadgeschwindigkeit beschreibt, wie schnell Sie Daten ins Internet hochladen können. Dieser Wert ist besonders wichtig für Videotelefonie, das Versenden großer E-Mails mit Anhängen oder das Hochladen von Fotos und Videos in soziale Netzwerke oder in die Cloud.
- Der Ping, auch Latenz genannt, misst die Reaktionszeit Ihrer Verbindung. Er zeigt an, wie schnell ein Signal von Ihrem Gerät zum Server und wieder zurückgeschickt wird. Dieser Wert wird in Millisekunden angegeben. Ein niedriger Ping bedeutet eine schnelle Reaktion. Das ist besonders wichtig für Online-Spiele oder Video-Konferenzen, bei denen es auf schnelle Rückmeldungen ankommt.
Warum weicht das Ergebnis vom gebuchten Tarif ab?
Viele Nutzer sind überrascht, wenn der DSL Speedtest niedrigere Werte anzeigt als im Vertrag angegeben. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass Anbieter in der Regel eine „bis zu“-Geschwindigkeit beim DSL-Tarif angeben. Diese stellt die maximale Leistung unter optimalen Bedingungen dar.
Einflussfaktoren wie Leitungsdämpfung, Entfernung zum Verteilerkasten oder Netzüberlastung können die tatsächliche Geschwindigkeit reduzieren. Wenn die Abweichungen jedoch dauerhaft und erheblich sind, empfiehlt es sich, die Messergebnisse zu dokumentieren – beispielsweise mit dem offiziellen Tool der Bundesnetzagentur – und anschließend den Anbieter zu kontaktieren.
Idealerweise verbinden Sie Ihren Computer per LAN-Kabel direkt mit dem Router, wenn Sie den Text durchführen. Schließen Sie außerdem alle anderen Programme und Geräte, die das Internet nutzen. Führen Sie den Test mehrmals zu unterschiedlichen Tageszeiten durch, um Schwankungen zu erkennen. Nur so erhalten Sie ein aussagekräftiges Bild Ihrer tatsächlichen Internetleistung.
Tipps zur Verbesserung Ihrer DSL-Geschwindigkeit
- Router neu starten. Schalten Sie Ihren Router für etwa 30 Sekunden komplett aus (Stecker ziehen) und starten Sie ihn neu.
- Router regelmäßig aktualisieren (Firmware-Update): Prüfen Sie in den Einstellungen, ob es ein Update gibt.
- LAN statt WLAN nutzen: Eine Kabelverbindung ist stabiler und meist schneller als WLAN.
- Router zentral aufstellen. Platzieren Sie den Router möglichst mittig in Ihrer Wohnung – nicht im Keller oder in einer Ecke.
- Störquellen vermeiden: Stellen Sie den Router nicht direkt neben Mikrowellen, Bluetooth-Geräte, hinter dicke Wände und Metallflächen. Diese können das Signal abschwächen.
- Andere Geräte prüfen: Läuft im Hintergrund ein Download oder Cloud-Backup? Solche Anwendungen können die Geschwindigkeit für andere Geräte deutlich reduzieren.
- WLAN-Frequenz optimieren: Falls Ihr Router 2,4 GHz und 5 GHz unterstützt, testen Sie beide Varianten. 5 GHz ist oft schneller, hat aber eine geringere Reichweite.
- Mehrfach messen: Führen Sie den Test zu unterschiedlichen Tageszeiten durch. So erkennen Sie, ob es sich um ein dauerhaftes Problem oder um Stoßzeiten handelt.
- Tarif überprüfen: Reicht Ihre gebuchte Geschwindigkeit grundsätzlich nicht für Ihren Bedarf, kann ein schnellerer Tarif sinnvoll sein.
